Eine Kampagne des Bundes der Rundfunkbeitragszahler e.V.
Wir Rundfunkteilnehmer und Beitragszahler finanzieren den öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Also sollen wir in seinen Aufsichtsgremien auch selbst mitwirken — im Fernsehrat, im Hörfunkrat und in den Rundfunkräten.
Der Bund der Rundfunkbeitragszahler bündelt Kritik, Dokumentation und Handeln zu einer organisierten Stimme. Unser Ziel: Beitragszahler in die Rundfunkräte.
Wir finanzieren den Rundfunk. In seiner Aufsicht fehlt uns eine eigene Stimme.
Wir Rundfunkteilnehmer und Beitragszahler tragen die dauerhafte Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. In den Rundfunkräten und vergleichbaren Aufsichtsgremien wirken Vertreter zahlreicher gesellschaftlicher Gruppen mit — die Beitragszahler selbst jedoch nicht als eigene, organisierte Gruppe.
Unsere Erfahrungen, unsere Kritik und unsere Erwartungen gelangen deshalb nicht mit dem Gewicht einer dauerhaft handlungsfähigen Gruppe in die Aufsicht. Einzelne Beschwerden, Widersprüche und Wortmeldungen geben wichtige Anstöße, bleiben aber ohne gemeinsame Struktur voneinander getrennt.
Warum wirksamere Kontrolle nötig ist
Die Forderung nach einer stärkeren Vertretung der Beitragszahler beruht nicht auf einem abstrakten Gefühl. Die Akte ÖRR dokumentiert konkrete Vorgänge aus Programm, Berichterstattung und Rundfunkorganisation. Die folgenden Beispiele zeigen, warum Fehler nachvollziehbar aufgearbeitet und dauerhaft verhindert werden müssen.
Geschichtsfehler im ZDF-Schulangebot
In einem ZDF-Schulmaterial wurde eine Sklaverei-Darstellung von 1878 dem deutschen Kolonialismus zugeordnet, obwohl die deutsche Kolonialherrschaft erst später begann. Im selben Zusammenhang war für den Maji-Maji-Krieg (1905–1908) von „Panzern“ die Rede, die es damals noch nicht gab.
Umfrage in der Tagesschau verkürzt dargestellt
Die Tagesschau verbreitete auf Grundlage einer Umfrage die Aussage, neun Millionen Menschen würden in Deutschland im Alltag diskriminiert. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung stellte die zentrale Aussage und die zugrundeliegende Deutung der Umfrage richtig.
KiKA entfernte Beiträge nach einer WELT-Recherche
Die WELT untersuchte mehrere KiKA-Beiträge und beanstandete deren Inhalt. Nach der Recherche entfernte der Sender einen erheblichen Teil der angesprochenen Beiträge aus seiner Mediathek.
Armutszahlen ohne ausreichende Einordnung
Öffentlich-rechtliche Beiträge verwendeten eine relative Armutsdefinition, die der Philosoph und frühere Kulturstaatsminister Julian Nida-Rümelin kritisierte: Diese statistische Definition vermittle ohne Einordnung ein verzerrtes Bild gesellschaftlicher Armut.
Weitere dokumentierte Fälle
Die Akte ÖRR sammelt weitere Beispiele aus Programm, Berichterstattung und Rundfunkorganisation — mit ausführlichen Darstellungen, Quellen und den bisherigen Reaktionen der Sender.
Ausgebildete Beitragszahler in die Rundfunkräte
Wir fordern keine neue politische Wahl und kein zusätzliches politisches Amt. Rundfunkteilnehmer und Beitragszahler sollen als eigene Gruppe in den bereits bestehenden Aufsichtsgremien mitwirken: in den Rundfunkräten der Landesrundfunkanstalten sowie im Fernsehrat des ZDF und im Hörfunkrat des Deutschlandradios.
Dort sollen wir unsere Erfahrungen und unsere Erwartungen an Qualität und Wirtschaftlichkeit einbringen — die Sicht derer, die den Rundfunk dauerhaft finanzieren.
Das ist kein neues Wahlamt, sondern gelebte Repräsentation: die Zahler bekommen im Rundfunk die Vertretung, die eine repräsentative Ordnung überall sonst kennt. Ein Rundfunk, der seine Beitragszahler repräsentiert, ist ein demokratischerer Rundfunk — nicht durch neue Abstimmungen, sondern durch die Beteiligung derer, die ihn tragen.
Vertretung allein genügt jedoch nicht: Künftige Rundfunkräte müssen ihre Aufgaben, Rechte und Kontrollmöglichkeiten kennen.
Ein repräsentativer Rundfunk für uns alle.
Lassen Sie uns zusammen den öffentlich-rechtlichen Rundfunk zu dem machen, was er eigentlich sein sollte: Ein Garant für neutrale undabhängige Informationssquelle für den mündigen, demokratischen Bürger.
Wir schaffen einen Rundfunk, der uns mit verschiedenen Ansichten versorgt, um mündige Bürger umfassend zu Entscheidungen zu befähigen.
Aus einem Anliegen wird eine dauerhafte Organisation.
Mehr als 10.000 Menschen unterstützten im Dezember 2023 das Anliegen der Petition „Rote Karte Staatsfunk“. Diese Resonanz zeigte, wie groß der Wunsch nach einer stärkeren Vertretung der Rundfunkteilnehmer und Beitragszahler ist. Eine zeitlich begrenzte Petition allein schafft jedoch noch keine dauerhafte Interessenvertretung.
- Akte ÖRR: Konkrete Fälle werden dokumentiert, geordnet und öffentlich nachvollziehbar gemacht.
- Exklusives Gutachen: Ein 23-seitiges Gutachten untersucht substanzielle Qualitätsmängel im öffentlich-rechtlichen Rundfunk anhand gängiger Richtlinien des Qualitätswesens. Es steht Mitgliedern zur eigenen Verwendung zur Verfügung; seine Bereitstellung ist keine Rechtsberatung.
- Gemeinsame Musterklage: Wir tragen eine Musterklage zu grundsätzlichen Fragen des Rundfunkbeitrages. Sie dient dem gemeinsamen Anliegen, nicht der Vertretung einzelner Mitglieder.
- Akademie für künftge Rundfunkräte: Sie soll Beitragszahler auf Aufgaben, Rechte und Kontrollmöglichkeiten in den Gremien vorbereiten und befindet sich gerade im Aufbau.
Wir sind das verbindende Glied.
Die Kritik am öffentlich-rechtlichen Rundfunk hat viele Stimmen. Einige Initiativen setzen bei der unmittelbaren Auseinandersetzung mit der Beitragspflicht an, andere bei der langfristigen Erneuerung des Rundfunks. Beides hat seine Berechtigung.
Der Bund der Rundfunkbeitragszahler steht dazwischen — und verbindet: Wir machen aus vereinzelter Kritik dauerhafte Organisation. Wir dokumentieren, bündeln und vertreten, damit aus einzelnen Stimmen eine gemeinsame wird.
Geben Sie uns Beitragszahlern eine gewichtige Stimme.
Zustimmung allein genügt nicht. Eine organisierte Stimme entsteht durch Menschen, die sich dauerhaft zusammenschließen und die gemeinsame Arbeit tragen.
Mitglied werden
Mit Ihrer Mitgliedschaft stärken Sie eine planbare Vereinsarbeit und vergrößern die organisierte Stimme der Beitragszahler.
Die Vereinsmitgliedschaft kostet 48 Euro im Jahr, umgerechnet nur 4 Euro im Monat. Mitglieder erhalten Zugang zum exklusiven Gutachten, zum Forum und zu Vereinsterminen. Die Akademie für künftige Rundfunkräte befindet sich im Aufbau.
Mit einer Spende unterstützen
Spenden erweitern unseren Handlungsspielraum — für Dokumentation, Beschwerden, Gutachten, Verfahren und den Aufbau neuer Projekte. Per Banküberweisung oder mit Bitcoin, die Höhe bestimmen Sie selbst.
Sie möchten sich zunächst weiter informieren?
Warum unsere Arbeit gerechtfertigt ist?
Lesen Sie die unzähligen Fälle in unserer Akte ÖRR und erfahren Sie, was derzeit im ÖRR alles schief läuft und eines öffentlich-rechtlichen Rundfunks für uns mündige Bürger nicht würdig ist.