Zum 15. Jahrestag der japanischen Tsunami Katastrophe vom März 2011 setzte der ÖRR seiner 50-jährigen Lügen- und Desinformationskampagne zur friedlichen Nutzung der Kernenergie ein weiteres Sahnehäubchen auf. Einige Tage zuvor hatte EU Chefin Ursula von der Leyen sehr medienwirksam zugegeben, dass der deutsche Atomausstieg ein großer Fehler gewesen war. Da war von Seiten der ÖR Propaganda entschieden dagegenzuhalten. Also wurden flugs die schon mehrfach in der Tagesschau und anderen ÖRR-Formaten bemühten 20.000 Fukushima Toten reaktiviert. Japan gedenke der „Opfer der Atomkatastrophe von Fukushima“, hieß es sinngemäß auf allen Kanälen, in der Hoffnung, diese Opfer würden vom Publikum dem Reaktorunfall zugeschrieben.
In Wahrheit sind durch den Reaktorunfall bisher zwei Menschen ums Leben gekommen. Und das auch nicht durch die Strahlenbelastung: Die beiden Mitarbeiter starben zwar auf dem Gelände der Atomanlage, offenbar wurden aber auch sie bereits durch das Beben oder den Tsunami getötet. Mit etwas Phantasie könnte man Fukushima damit sogar als Beweise für die Sicherheit der zivilen Atomtechnik vereinnahmen: ein Tsunami geht über die Anlage hinweg – und kaum etwas passiert. Zwar ist das für die zwei ums Leben gekommenen Arbeiter nur ein schwacher Trost, aber sie hätte genauso gut in der Stadt vom Bus überfahren werden können. Und auch die Strahlenbelastung in der Umgebung war trotz Kernschmelze längst nicht so dramatisch und gefährlich, wie in den deutschen Medien und speziell im ÖRR andauernd kolportiert. In Japan jedenfalls, von den medialen Armen von ARD und ZDF noch unerreicht, wird weiter auf Atomkraft als Energiequelle gesetzt.