Die Arte-Reportage „Kuba: Krise im vintage-Paradies“ vom 22. August 2025 strotz vor Fehlern:
- „Die alten Häuser Havannas stammen aus der US-Zeit.“ – Die USA hatten nach der Kapitulation der spanischen Truppen Kuba von 1898 – 1902 besetzt und dann noch einmal von 1906 – 1909. Danach war Kuba eine selbständige Republik mit demokratischen Wahlen. Der wirtschaftliche Aufschwung Kubas fiel genau in diese Zeit. Zudem stammen in der Innenstadt Havannas, und in etlichen seiner Außenbezirke, zahlreiche Gebäude noch aus der spanischen Zeit.
- „Medikamenten-Mangel durch US-Restriktionen“ – Bereits das erste US-Gesetz zu Restriktionen gegenüber Kuba nahm zwei Bereiche aus: Lebensmittel und Medikamente, bis heute. In deutscher Literatur bestens erläutert. In Corona hatte die US-Regierung Kuba Medikamentenhilfe angeboten, Regierung lehnte ab. Auch heute bieten US-Hilfsorganisationen diese an, Regierung lehnt ab.
- „In den letzten Jahren sind 500. 000 Kubaner ins Ausland gegangen.“ – Von 2021 bis 2024 ca. 1, 5 Mio. weitgehend in die USA. In deutschen Medien bekannt.
- „Die Politik von Trump ist schuld, dass Kubaner ihre Heimat verlassen.“ – Die gegenwärtige massenhafte Flucht begann unter Biden und wurde unter Trump gestoppt.
- „Vor der Krise besuchten 5 Mio. Touristen Kuba, heute nur noch die Hälfte.“ – Höhepunkt des Tourismus war bereits 2017/18 (nach Besuch von Obama) ca. 4 – 4, 5 Mio., aber davon ca. 800. 000 kubastämmige US-Verwandte, also keine Touristen, 2024/5 nur noch 1 bis 1, 5 Mio., wenigsten die Hälfte davon US-Verwandte.
- „Großteil des Wiederaufbaus zusammengebrochener Häuser wird von kubanischer Diaspora finanziert.“ – Es gibt keine kubanische Diaspora. Die allermeisten geflohenen bzw. vertriebenen Kubaner sind bereits Staatsbürger westlicher Länder, weitgehend der der USA, die nicht zurück wollen. Warum auch, in ein nach 65 Jahren Kommunismus völlig zerstörtes Land? Tatsächlich jedoch fließen erhebliche Dollars über US-Verwandte (sogenannte „remesas“) nach Kuba, diese dienen auch der Reparatur von Häusern, aber nur in geringem Maße, denn überwiegend benötigen sie die kubanischen Verwandten zur Ernährung. Etwa die Hälfte der 9 Mio. Kubaner können nicht von der Regierung mit Lebensmitteln versorgt werden, sondern über Dollars, als die entscheidende Währung in Kuba, zumeist illegal nach Kuba transportiert. Die kubanische Regierung wechselt permanent die Gesetze über die wirtschaftliche Tätigkeit Privater, mal Erleichterung mal Verschärfung.
- „Die Produkte in den privaten Geschäften stammen vor allem aus Mexiko und Brasilien.“ – Sie stammen vor allem aus Spanien. Dort sind etliche Exportfirmen nach Kuba angesiedelt, im Besitz kubanischer Generäle.
Ferne werden zahlreiche zusammengebrochene Häuser gezeigt, aber nicht ein einziges aus den Vierteln der Nomenklatura, was generell jedoch möglich ist. Der Bericht erweckt den Eindruck, als ob kleine Privatunternehmer die Versorgung Kubas übernommen haben. Tatsächlich ist der existierende private Bereich eine Nische. Immer wieder wird das US-Embargo als Hauptursache der wirtschaftlichen Probleme angeführt. Außer mit den USA betreibt Kuba heute mit allen anderen Staaten Handel. Vor dem Embargo waren die die USA zw. 70 und 80% wichtigster Handelspartner, dann 30 Jahre lang die UdSSR mit ca.90 % (einschließlich Osteuropa), seit 1991 Differenzierung. Alles bekannte kommunistische Lügenpropaganda! Zum Teil Bezahlt mit deutschen Beitrags- und Steuer-Geldern.
https://www.arte.tv/de/videos/125506-000-A/kuba-krise-im-vintage-paradies